| Beratung hinter geschlossenem Vorhang |
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| Donnerstag, 13. Januar 2011 um 12:30 Uhr |
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Die Gruppe der Acht (G8) umfasst die Länder Deutschland, Japan, die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Kanada, Italien und Russland und befasst sich mit den wichtigen Fragen der Weltwirtschaft. Der Vorsitz wird jedes Jahr von einem Land übernommen. Die Treffen der G8 sind informell, um ohne Anspannung über globale Themen hinter dem Vorhang reden zu können. Jedes Jahr findet ein Weltwirtschaftsgipfel statt, bei dem sich die Regierungs- und Staats-Chefs der G8-Staaten treffen. Vorher müssen die Außenminister der Staaten außerpolitische Themen herausarbeiten, die anschließend unter den G8-Mitgliedern diskutiert werden. Russland ist seit 1998 Mitglied, ist aber von finanz- und währungspolitischen Themen ausgeschlossen, weshalb das Land nicht als Vollmitglied der Gruppe gezählt werden kann. Gegründet wurde die – zunächst als G6 bezeichnete – Gruppe im Jahr 1975, bei einem Kamingespräch auf Schloss Rambouillet in Frankreich. Diese ging wiederum auf eine G5-Gruppe aus dem Jahr 1973 zurück. Damals spielte die Währungspolitik die wichtigste Rolle, nachdem das Wechselkurssystem zusammengebrochen war, und die erste Ölkrise zu bewältigen war. Die Themen wurden später auf Gesundheits- und Bildungspolitik, Umwelt, Klimawandel, Bevölkerungsentwicklung, Außenpolitik, Terrorismus und viele zusätzliche Bereiche ausgeweitet und beziehen sich heute hauptsächlich auf bilaterale und multilaterale Probleme. Zudem gibt es mittlerweile eine globale G8-Partnerschaft als Initiative gegen Massenvernichtungswaffen. Kritisiert wird die Gruppe häufig dafür, dass nur hochentwickelte Länder daran beteiligt sind, und dass nur die wenigsten geplanten Programme auch tatsächlich umgesetzt werden. Geschlossene Gardinen verdecken zudem die Entscheidungsfindung, die komplett unter Ausschluss von Parlamenten und der Öffentlichkeit stattfindet. Aus diesen und anderen Gründen protestieren die Organisationen der globalisierungskritischen Bewegung und anderer sozialer Bewegungen gegen den G8-Gipfel, genauso wie gegen den Gipfel der Welthandelsorganisation (WTO). Jährlich kommt es durch den Gipfel daher auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Das Weltsozialforum und kontinentale sowie regionale Sozialforen organisieren sogar Gegenveranstaltungen zum G8-Gipfel, zur WTO und zum Weltwirtschaftsforum. Diese sind offen für jeden und richten sich gegen eine Welt, in der Kapital und Imperialismus dominieren, und für eine humane Gesellschaft. Die Organisationen können die Pläne auf Grund mangelnder Macht jedoch nicht durchsetzen. |
Das Treffen der G8 Nationen findet jährlich an wechselnden Standorten statt. Immer eines der Mitgliedsländer ist Ausrichter der Treffen. Diskutiert werden wichtige wirtschaftliche Entscheidungen, die einer globalen Lösung durch Zusammenarbeit der teilnehmenden Staaten bedürfen.
Der diesjährige G8 Gipfel wird in Huntsville Kanada abgehalten.
2009 wurde das Treffen der G8 Staaten in l´Aquila Italien abgehalten.
Japan war im Jahr 2008 Ausrichter des G8 Gipfels. Stattgefunden hat das Treffen in Toyako.
2007 hat Deutschland den Gipfel ausgerichtet. Er fand unter deutscher Leitung in Heiligendamm statt.